2026 Andrea Pichl

Andrea Pichl, Berlin
“deutsch deutsch” ist der Titel der Preisträgerausstellung von Andrea Pichl in der Kunsthalle Vogelmann an der Heilbronner Allee. Was die in der DDR geborene an deutsch-deutscher Vergangenheit verarbeitet, sind Themen, die in beiden Teilen Deutschlands lange beschwiegen wurden – und bis heute wenig Beachtung finden: Die billige Entsorgung westdeutschen Gilftmülls in ostdeutscher Natur, verseuchter Boden als Nährboden für “blühende Landschaften”. Die Produktion von Textilien, Schuhen, Möbeln und anderen Alltagsgegenständen für westdeutsche Handelskonzerne in ostdeutschen Gefängnissen, von (politischen) Strafgefangenen und unter Zwang. Das alles bezahlt mit vom DDR-Staat begehrten West-Devisen. “Heilbronn hat in Andrea Pichl eine würdige Preisträgerin gefunden”, schreibt die Zeitung “der Freitag”. Der SWR-Kulturjournalist Andreas Langen spricht von “harmlosen Gartenhäuschen voller Abgründe”. Und Claudia Ihlefeld beschreibt in der “Heilbronner Stimme” “Die alltägliche Banalität des Bösen”. In der Kunsthalle Vogelmann zu sehen bis 6. September 2026.

zurück