Städtische Museen Heilbronn und Ernst Franz Vogelmann-Stiftung
Roman Signer nimmt in Heilbronn den erstmals verliehenen Ernst Franz Vogelmann-Preis für Skulptur entgegen

Als erster Preisträger des Ernst Franz Vogelmann-Preises für Skulptur, genannt zu Ehren des 2003 verstorbenen Heilbronner Unternehmers und Kunstmäzens, wurde der Schweizer Bildhauer Roman Signer in Heilbronn für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Am 1. April übergaben Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach und Ruth Reinwald, Vorsitzende der Ernst Franz Vogelmann-Stiftung, dem Künstler den Skulpturenpreis im Heilbronner Rathaus. Der mit einer Summe von 25.000 Euro dotierte Preis gehört in die Spitzengruppe der gegenwärtigen Kunstpreise für zeitgenössische Skulptur. Aus einer Vorschlagsliste von 27 Künstlern wählte eine fünfköpfige Jury (Prof. Dr. Thomas Deecke / Berlin, Dr. Marc Gundel / Heilbronn, Prof. Albert Hien / München, Dr. Susanne Kaufmann / Stuttgart, Prof. Dr. Manfred Schneckenburger / Köln) den 1938 in Appenzell geborenen Roman Signer. Die Laudatio hielt der Direktor des Ludwig Forums für internationale Kunst in Aachen, Harald Kunde, ein sachkundiger Kenner des Werks von Roman Signer. Mit Signer wird ein Künstler gewürdigt, der innerhalb der zeitgenössischer Skulptur Zeichen gesetzt hat und zu den bedeutendsten Gegenwartskünstlern in Europa gehört.

Roman Signer arbeitet mit seinem eigenwilligen künstlerischen Werk seit den 1970er Jahren an einer Neudefinition des Skulpturbegriffs: Signer versteht sich durchaus als Bildhauer, seine Aktionen bezeichnet er als "Zeitskulpturen" und "Ereignisse". An die Stelle klassischer skulpturaler Materialien treten in seinem Werk Elemente wie Wasser, Wind und Luft, die gezielt Verwandlungsvorgängen ausgesetzt werden. Roman Signer: "Ich habe vielleicht einen anderen Skulpturenbegriff, der sich allmählich in Aktionen entwickelt ... Es geht um Probleme im Raum, das Geschehen im Raum, Zeitabläufe." Das Resultat sind oft vergängliche Arbeiten, dokumentiert in Foto, Film und Video. Signers bildhauerische Werke sind im besten Sinn des Wortes populär und von nachhaltigem Witz. So darf man das Datum der Preisverleihung, den 1. April, auch als passende Anspielung auf den Humor in seinen Arbeiten sehen .
Der Preisverleihung folgt eine Ausstellung, die für Ende 2008/ Anfang 2009 geplant ist.
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